Zecken – was Sie wissen sollten
Zecken kommen im Revier Zumikon ganzjährig vor, aktiv jedoch hauptsächlich von März bis November, bei Temperaturen über 8 °C. Sie sind Überträger von Krankheiten wie Borreliose und FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) – beide sind in der Schweiz weit verbreitet. Daher ist Achtsamkeit besonders in Waldgebieten, Waldrändern, Gras und Unterholz essenziell.
1. Borreliose (Lyme-Krankheit)
- Verbreitung: Die gesamte Schweiz gilt als Borreliose-Risiko‑Region. Zwischen 5 % und 30 % der Zecken tragen Borrelien; regional sogar bis zu 50 %. Etwa 10 000 Menschen sind jährlich betroffen.
- Symptome und Behandlung: Meist auftretende Symptome nach einigen Tagen bis Wochen sind Hautrötungen, Fieber und Müdigkeit. Unbehandelt sind später Gelenk- oder Nervenschäden möglich. Eine Antibiotikabehandlung heilt die Infektion in der Regel zuverlässig.
2. FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis)
- Risikogebiete: Die Schweiz – mit Ausnahme des Tessins – zählt als FSME-Risikoregion. Auch kantonal sind alle Gebiete betroffen.
- Infektionsrisiko: Virusüberträger durch Zeckenstich – oft symptomlos oder grippeähnlich, in einigen Fällen gefolgt von schwerem Krankheitsverlauf wie Hirnhautentzündung, mit potenziellen Langzeitfolgen. Jährlich gibt es 200–400 Erkrankungen.
- Schutz durch Impfung: Schutzimpfung mit drei Dosen (0, 1–3 Monate, 6–12 Monate). Auffrischung nötig alle 10 Jahre. Empfehlung ab 3 Jahren für Personen in oder in der Nähe von Risikogebieten.
3. Schutzmassnahmen
Persönlicher Schutz
- Tragen Sie helle, langärmlige Kleidung, festes Schuhwerk und Socken.
- Benutzen Sie Zeckenschutzmittel auf Bekleidung und Haut.
- Untersuchung und Entfernen: Suchen Sie nach Aufenthalten in der Natur Körper, Kleidung und Hunde gründlich ab, möglichst am selben Tag. Entfernen Sie die Zecke sanft mit einer Pinzette oder Zeckenzange – nah an der Haut, langsam herausdrehen. Desinfizieren Sie die Stelle und notieren Sie das Datum.
Gesundheitliche Vorsorge
- FSME-Impfung: empfohlen für alle Personen und Kinder (ab 3 Jahren) in Risikogebieten. Voller Schutz ab ca. drei Wochen nach zweiter Impfung.
- Borreliose: keine Impfung – frühzeitige Antibiotikabehandlung ist entscheidend. Bei Wanderröte oder grippeähnlichen Symptomen unbedingt Arzt kontaktieren.
4. Zecken beim Hund
- Hunde sind ebenfalls häufig Zeckenträger. Nutzen Sie antizeckenpräparate (z. B. Halsbänder, Spot‑Ons).
- Kontrollieren Sie Ihr Tier nach jedem Aufenthalt im Freien und entfernen Sie Zecken genauso sorgfältig wie beim Menschen.
5. Monitoring und Information
- Die App „Zecke“ (ZHAW/BAG) informiert über Risikogebiete, speichert Stichdaten und erinnert an Kontrollen.
- Das BAG veröffentlicht wöchentliche FSME-Zahlen und bietet Lageberichte sowie detaillierte Risikokarten.
Fazit
Zecken sind ein weitverbreitetes Risiko im Revier – für Menschen und Tiere. Mit Schutzkleidung, Zeckenschutzmitteln, gründlicher Kontrolle, FSME-Impfung und frühzeitiger Behandlung kann ein grosser Teil der Gesundheitsgefährdungen vermieden werden.